Berg-News

18.1.2012

Vordere Brandjochspitze

Täglich im Blick, oft bestiegen und jetzt auch das erste Mal mit Ski bezwungen.

POC - piece of cake, wie man so geniale Tage auch nennt, wir hatten heute ein riesiges Stück vom Glückskuchen! Brandjoch bei Pulver, wann wirds das wieder geben? Danke an Klaus Zwirner für die Spur, er hatte gestern schon diese Idee. Beeindruckend und gefährlich zugleich ist der Zustieg über die Wiesen oberhalb der Höttinger, gewaltige Gleitschneemäuler und Spalten bis zu 4 Meter Tiefe lassen Gletscherfeeling aufkommen!

Mit der kommenden Warmfront ist´s vorbei...

 

 

17.1.2012

Rumer Spitz

Heute mit NKB-Unterstützung zur Mandlspitze, wo wir die guten Bedingungen für eine ostseitige Steilrinne nutzten. Weiter gings über den Westgrat auf den Hausberg der Rumer. Heute wars möglich direkt vom Gipfel einzufahren, z.t. hat´s sogar noch Pulver! Was für eine geniale Abfahrt! Ab der Rumer Alm gings über die Forstwege zurück zur Hungerburg. Danke an Michl und Andi für den super Tag!

29.12.2011

Arztal - Glungezer

Gerhard und ich ließen uns nach Oberellbögen liefern, um über das Arztal auf die Kreuzspitze zu gehen. Unser Plan war es, den Glungezer über den Grat zu erreichen. Aufgrund des schönen Pulvers in der Nordmulde der Kreuzspitze fuhren wir jedoch bis in dern ersten Boden ab und stiegen erst dann zum Grat bzw. zur Gamslahnerspitze auf. In stetigem Auf und Ab erreichten wir durch eindrucksvolle Blocklandschaften den Gipfel des Glungezer.

In der Hütte ließen wir uns Gottfrieds Lachsnudeln schmecken und fuhren nach Sonnenuntergang nach Tulfes ab.

 

 

Bilder Gerhard

27.12.2011

Glungezer & Sonnenspitze

Selten lässt sich Arbeit so angenehm mit gutem Essen verbinden wie auf der Glungezerhütte. Hüttenwirt Gottfried hat nach der Sommerpause nochmals nachgelegt und serviert in der total renovierten Stube allerlei Köstlichkeiten!

Der Alpenverein Hall hat wirklich tolle Arbeit geleistet und in vielen Stunden Arbeit einen sehr gemütlichen Platz zur Einkehr geschaffen. Auch der neue Kachelofen ist eine Insel der Gemütlichkeit, man will eigentlich gar nicht mehr gehen!Gottfrieds Nudelgerichte sind ohnehin schon berühmt ...

 

Ganz neu ist das Pieps-Suchfeld, um den Umgang mit dem eigenen LVS zu trainieren. In den nächsten Tagen wird es offiziell eröffnet. Kommt vorbei und trainiert eure Fähigkeiten bei der Kameradenrettung, es kann Leben retten!

Und danach lasst euch von der Küche belohnen!

 

Man sieht sich oben!

 

Benedikt

24.11.2011

Bayrischer Traum 8/7 obl.

Lange träumten auch Klaus und ich von dieser Tour, jetzt haben wir den berühmten Haken im Führer machen können! Eine echte Traumtour, super Längen, besonders eindrucksvoll ist die cleane 35m Schuppe in der 5. SL.

In Wechselführung gelangen uns bis auf die ersten 2-3 Meter der Schlüsselseillänge alle Längen Onsight. Wir sind zufrieden!

 

Oans, zwoa, kraxelt!

Bilder Klaus

21.11.2011

"Hannemann" 6-, Scharnitzspitze

Das Wetter ist, eh klar, superschön, also wieder raus in die schönen Berge! Heute haben wir uns als Einstieg in Melle´s Alpinkletterkarriere im Wetterstein die Hannemann ausgesucht. Eine superschöne Verschneidungs- und Plattentour, die nur in der ersten Länge schon etwas poliert ist.

Die Tour ist "saniert", was bedeutet dass man eigentlich nur Expressen braucht.

Leider wurde hier nämlich überall gebohrt, auch da wo man mit höchstem Genuß Friends und Keile versenken könnte. Aber es gibt Schlimmeres...

 

Der Abstieg über den Ostgrat war im Schatten ordentlich zapfig! Wieder in der Sonne ist die Tour komplett und auf der Wangalm warten schon unsere Bikes darauf uns bequem ins Tal zu bewegen.

 

Wieder ein super Tag!

 

Benedikt

 

13.11.2011

Wilde Leck 3359m - Ostgrat

Im Sommer verletzt, im Spätherbst Wetterglück?! Nichts wie her mit den Sommerprojekten, nur aufgrund der kurzen Tage musste der Luxus-Winterraum der Ambergerhütte herhalten.

Zusammen mit Melle gings mit den Bikes zur Hütte, Strom und Heizung sorgen für einen gemütlichen Abend, schnelles Kochen und eine warme Nacht.

Mit dem ersten Tageslicht gings an den langen Hatscher zur Wilden Leck, bald im Schnee, dann am Gletscher und schließlich mühsam über Blockwerk zum eigentlichen Grat.

 

Wenn dieser endlich erreicht ist, sind die Mühen schnell vergessen: Traumgelände à la Chamonix verleitet zum Juchazen! Besser geht es kaum!

Nach dem Gipfel und dem Abstieg am gar nicht wenig heiklen "Normalweg" kommt dann aber leider wieder der lange Abstieg.

Gott sei Dank warten bei der Hütte die Bikes und so kommen wir schnell mit dem Liteville-Taxi zum Auto.

 

Was für ein genialer Herbst!

 

Benni

13.10.2011

Brandjoch Südgrat

2.10.2011

Gleirsch-Halltalkette

Schon lange stand dieses Unternehmen am Plan, jetzt hab ich das super Wetter genutzt. Freitag um 6:00 in Scharnitz mit dem Bike gestartet gings ins Samertal, wo ich zu Fuß weiterging. Erster Berg in der Kette und zugleich letzter einfacher Gipfel ist der Hohe Gleirsch, danach wirds gleich rustikal. Einer der Höhepunkte kommt gleich als nächstes im Bereich der inneren Riegelkarspitzen: zuerst ein schmaler Durchschlupf durch den Berg und dann ein unglaublicher splittriger Bruchhaufen. 100m Luftlinie, ca. 1 Stunde und einige Nerven.

 

Alle Passagen zu beschreiben wäre aber sicher zu viel, der schönste Teil ist wohl im Bereich Jägerkarlspitze bis Praxmarerkar, denn hier ist der Fels halbwegs fest.

 

Tagesziel war eigentlich die Pfeis, aber als ich um 16:00 auf der Sonntagskarspitze stand, wollte ich noch das Tageslicht nutzen und weiter zum Lafatscher Joch, um am nächsten Tag diesen Gegenanstieg zu sparen.

Mittlerweile bin ich 11 h unterwegs und die Kräfte sind ziemlich am Ende. Vor allem das Wasser muss ich mir seit Stunden rationieren, um auszukommen, obwohl ich drei Liter dabei hatte. Um 19:10 komme ich endlich in der Hallerangerhütte an, ziemlich am Ende, immerhin 13 Stunden in den Beinen und weit über 3000 HM...

 

Am nächsten Tag erwartet mich der "Rest" vom Speckkar über die Bettelwürfe und Fallbachkartürme bis zum Hundskopf. 7,5 Stunden später hab ich auch das geschafft, stehe auf der Hinterhornalm und bin erleichtert, denn der ganze heutige Tag war aufgrund des gestrigen Gewaltmarsches nur auf der Reservebatterie zu bewältigen!

 

Im Nachhinein bleibt die Freude, so ein großes Projekt geknackt zu haben, und die schmerzenden Knie sind schon wieder vergessen!

 

Tipps für Aspiranten:

- meine drei Liter Getränk waren bei diesem Wetter unterstes Limit!

- hatte einen Helm dabei und habe es nicht bereut: 1. Kopf anhauen (Heinz Zak fragen ; )) passiert öfters, 2. Sonnenschutz, 3. Steinschlag

- Orientierung speziell im ersten Teil (Riegelkarspitzen) schwierig, ohne Führerbeschreibung kaum zu finden, da auch keine Steinmandln

- sicheres Freiklettern bis zum 4. Grad, brüchig & ausgesetzt ist hilfreich.

 

Benedikt

27.9.2011

Jubiläumsgrat im Wetterstein

Da ich in letzter Zeit etwas eingeschränkt war, nutzte ich das Traumwetter der letzten Tage, um alte Projekte anzugehen. Besonders wichtig war der Jubiläumsgrat, da meine Regiocard Ende September ausläuft - und wer zahlt schon gerne den Normalpreis auf den höchsten Berg der Lieblingsnachbarn?

 

Partner gesucht, keinen gefunden, dann eben alleine. Biwak wirds wohl keines brauchen, auch wenn viele entweder schon auf der Gipfelterasse biwakieren, um im Morgengrauen zu starten, oder die Schachtel am Grat nutzen.

Die erste Gondel von der deutschen Seite geht um 8.00, meine Karte gilt nur in Ehrwald, deshalb komme ich erst um 9.00 am Gipfel an.

Ein kurzer Panoramablick und los geht's. Die anfängliche Skepsis über Eis und Schnee verfliegt schnell und es ist auch ohne Eisen perfekt zu gehen. Der Grat ist genial, nicht zu schwer, man kann schnell Strecke machen. Wie auf einer Slackline geht man auf der riesigen Mauer dahin. Im stetigen Auf und Ab überhole ich die ersten Bergsteiger vor mir.

 

Es läuft perfekt. Bald ist mir viel zu heiß und ich gehe im T-Shirt weiter. Rauf, runter im stetigen Wechsel. Immer wieder mach ich ein paar Bilder, muss mich aber zum Stehenbleiben regelrecht selber überreden.

 

Immer wieder überhole ich z.T. größere Gruppen aus aller Herren Länder, komme an der neuen Biwakschachtel vorbei und esse hier und da einen kleinen Happen. Die Gegend ist beeindruckend.

 

An den schwersten Stellen helfen Stahlseile aus. Diese locken aber auch zuhauf semialpine Kundschaft an und man muss aufpassen, dass man nicht selbst als Geländer mißbraucht wird, wenn man mal überholen will.

 

Den Hohen Blassen umgeht man nordseitig im tiefen Schnee, dann fehlt nur noch die Alpspitze. Als ich dort auf die Uhr schau, ist es erst 12:25, ich kann es kaum glauben. Unter hunderten anderen Alpspitzbezwingern esse ich mein Wurstbrot und mache mich dann auf zur Alpspitzbahn. Dort hat mir dankenswerterweise die Melle mein Auto abgestellt.

 

Eine wunderschöne Grattour bei Traumwetter und ebensolchen Verhältnissen liegt hinter mir und macht Lust auf mehr!

 

Benni

8.4.2011

Eigernordwand Heckmairroute

Klaus und ich haben endlich die Gelegenheit genützt und die Heckmairroute am Eiger abgehakt. Nach den Schneefällen waren wir die ersten in der Wand und brauchten dementsprechend mehr Zeit zum Spuren. Unter dem Quarzriss fanden wir einen passablen Biwakplatz und stiegen am nächsten Tag aus. Zwei Traumtage in einer Traumtour, die alle Strapazen vergessen macht!

Viva la Regeneration!

 

 

Bilder Klaus

Bilder Benni

15.3.2011

Nordkettenüberschreitung

Vom Forstwegende in Hochzirl (Danke an Taxi Melle) gings zum Solsteinhaus. Da ging die Spurarbeit los, denn leider war die letzten Tage keiner oben. Über die beiden Solsteine gings weiter in immer tieferem Schnee über den Grat, über Hohe Warte, Hinteres und Vorderes Brandjoch, Westliche und Östliche Sattelspitze zum Langen Sattel. Dort mussten wir unser erstes Biwak aufschlagen. Am nächsten Tag gings über Kemacher, Kaminspitzen und Seegrubenspitze aufs Kar. Hier mussten wir aufgrund zu warmer Temperaturen erstmal aufhören. Das Biwak war zu bequem, wir haben zu lange drin verbracht und der Schnee war leider schon zu weich geföhnt... Dass uns das Futter ausgegangen ist, war noch die Krönung des Ganzen.

 

Hier nach dem Beenden der Hauptschwierigkeiten aufzuhören, war eigentlich schlüssig. Und doch wurmte es mich. Schon beim Schnitzel im Alpina wusste ich, dass es so nicht bleiben kann. Ein alpinistischer Coitus Interruptus? Nicht mit mir!

 

Also war ich heute nochmal am Start und habe es zu Ende gebracht. Vom Hafelekar über Gleierschspitze, Mannlspitze, Rumerspitze, Thaurer Jochspitze, Pfeiser, Lattenspitze, Wildangerspitze und die Zunterköpfe gings bis Absam. Die kurzen Ski erwiesen sich in den Rinnen und den Querungen als Vorteil, gottseidank war niemand am Weg, der die Skitechnik bewerten konnte, kein Bild für Götter...

 

Schlüsselstelle, physisch wie psychisch, war der Abschnitt ab dem Törl. Der Föhn sorgte für gefühlte 50° C, bei jedem Schritt verhinderte nur der Rucksack ein Ganzkörpereinsinken, und der innere Schweinehund erklärte mir immer wieder sehr schlüssig, dass die Nordkette eigentlich beim Törl aufhört. Und ich mir den Rest über die Zunterköpfe schenken soll.

Irgendwann hab ichs dann doch geschafft, am Hochmahdkopf ist dann endgültig der Schnee vorbei und es geht wieder runter ins Tal.

Geschafft, endlich. Und der innere Schweinehund ist so fertig, der redet schon seit Stunden nix mehr...

 

 

13.11.2010

Bettelwürfe

Überschreitung Nördlinger Hütte bis Erlspitze

12.10.2010

"Oktoberfest" 8-, Hundskopf

Die Klettertour am Hundskopf ist endlich fertig, Robi und ich haben ja schon vor einigen Jahren mal den Grundstein gelegt.

Dem schönen Wetter sei Dank!

 

Ergebnis ist eine gebohrte alpine Klettertour, einen kompletten Satz Camalots 0,5 bis 3 sollte man dennoch mitnehmen!

Gerade in der 1. SL stecken nur 2 Bolts, der Riss lässt sich aber perfekt absichern.

Dann wirds alpiner, bevors über schöne Risse und Platten zur Schlüsselstelle geht, einem kleinen Bauch über einem Bandl.

Gefolgt von der Riesenkamin-Verschneidung, ein echtes Highlight!

 

Schwierigkeiten: "Oktoberfest" 8- oder 6 AO/A1

1. SL: 6, 30m, 2 Bolts: super Riß

2. SL: 7, 30m, 7 Bolts: Karwendelfels...

3.SL: 7, 30m, 5 Bolts: superraue Platten und Risse

4.SL: 8-, 25m, 5 Bolts: Verschneidung, Bauch, Verschneidung

5.SL: 7+, 35m, 7 Bolts: Riesenverschneidung

6.SL: 4+, 40m, 1 Bolt: über kleine Stufen zum Ausstieg

 

Die gesamte Tour wurde auch mit AustriAlpin Sauschwanzln versehen, man kann also jederzeit umdrehen oder auch von oben kommen. Nach dem zweiten Grat am Ostgrat einfach links hinab der Schulter folgen. Wenns steil wird, kommt dann ein Abseilring.

 

Der Zustieg von unten: Vom Parkplatz dem Jägersteig folgen, vor der 1. Reissn geht ein Steig nach oben, später über Schotter zum Fels, der Felsenrinne immer linkshaltend folgen (1-2) bis zu einer Wildfütterung (Salzleckstein). Hier nach links auf den Rücken und weiter hoch bis unter die Felsen, dann weiter nach links queren und schließlich auf einem schmalen Band in das Rinnensystem unter der Südwand. Nun rechtshaltend durch die Rinnen auf die Wand zu und zum Einstieg links ausqueren. Wenn man dann die Wand sieht, kennt man sich mit dem Topo eh aus. Der Zustieg ist ab der Wildfütterung mit Stoanmandln markiert.

 

 

 

 

2.7.2010

Sternenhimmel-Camping

Ohne Gewitter und unter klarem Sternenhimmel zu übernachten ist im Sommer was wirklich feines: Gerhard, Melle und ich haben unsere Schlafsäcke eingepackt und sind losgezogen. Ein paar lustige Sonnenuntergangfotos sind entstanden - viel Spass!

mfg

Benni

Some good old news:

Gesamtüberschreitung Gleirsch-Halltalkette

Hohe Fürleg, Blick zum Bettelwurf Osteck Hohe Fürleg, Blick zum Bettelwurf Osteck

Beinahe schon wieder der Alte im Wetterstein

Am Jubiläumsgrat Am Jubiläumsgrat

Bike Attack Lenzerheide

(c) Sportograf (c) Sportograf

Skifliegen mit dem Bike

Fahrtechniktraining mit dem Nationalteam der  Österr. Skispringer Fahrtechniktraining mit dem Nationalteam der Österr. Skispringer